Warum Grundfutter untersuchen lassen?

Warum Grundfutter untersuchen lassen?

Bedarfsgerechte Fütterung

Futtermittel stellen die Grundlage der tierischen Ernährung dar. Pflanzenarten, Umwelt- und Standortbedingungen, Düngung, Erntetermine und vieles mehr lassen die Beschaffenheiten von Proben innerhalb einer Futterart stark variieren. Die Futterrationen müssen auch den Bedürfnissen des Viehs in seiner jeweiligen Lebenssituation (Wachstum, Leistung, Trächtigkeit etc.) entsprechen. Für eine gezielte und bedarfsgerechte Fütterung eines Tieres ist die genaue Kenntnis der Futterinhaltsstoffe eine zwingende Notwendigkeit. Nur so lassen sich die Weichen für eine wirtschaftliche Tierhaltung und der Vermeidung fütterungsbedingter Erkrankungen stellen.

Qualitätssicherung

Erfahrene Tierhalter nutzen die Untersuchungsergebnisse nicht nur für Rationsberechnungen, sondern werten sie auch zur innerbetrieblichen Qualitätssicherung aus. Auf diese Weise sind Rückschlüsse auf Pflanzenbestände, Produktions-, Ernte- und Siliertechnik möglich. So werden Stellschrauben zur Optimierung erkennbar.

Ursache-Wirkungs-Prinzip

Für die Erzeugung guten Grundfutters gilt es viele Voraussetzungen zu erfüllen. Für die Beschaffenheit einiger Parameter sind gleich mehrere Ursachen verantwortlich. Anders herum können einzelne Ursachen auf mehrere Parameter Einfluss nehmen. Die Zusammenhänge von Ursachen und Wirkungen werden Ihnen in der nachfolgenden Tabelle veranschaulicht.

 

Ursachen für das Zustandekommen einzelner Parameter der Grundfutterqualität

Parameter Abweichung vom Zielwert mögliche Ursachen
TM-Gehalt + Mais: späte Ernte, frühreife Sorte, Trockenstress;
Gras: stark angewelkt
/ Mais: frühe Ernte, spätreife Sorte (geringer Kolbenansatz);
Gras: schwach angewelkt
Schmutzgehalt,
Aschegehalt
+ Erntetechnik (Tiefschnitt, Geräteeinstellung beim Wenden, Schwaden etc.), Siliertechnik (Schmutzeintrag z.B. über Reifen, Frontlader etc.), Grünlandpflege, Grünlandbestand (wenn zugleich hohe Mineralstoffgehalte)
Rohproteingehalt + frühe Ernte, hohes N-Düngungsniveau, kleereicher Bestan
/ späte Ernte, geringes N-Düngungsniveau, kleearmer Bestand
Rohfasergehalt + späte Ernte, (ungünstige Bestandszusammensetzung?)
Verschmutzung mit Torf (Moorböden)
/ frühe Ernte
Stärkegehalt frühe Ernte, spätreife oder stärkearme Sorte, Trockenschäden (geringer Kolbenansatz)
Fruktan + Schnittzeitpunkt (Frühjahr oder Herbst, zu hohe Temperaturen), botanische Zusammensetzung, N-Düngungsniveau (N-Fruktan-Wechselwirkung)
Energiegehalt + Hier stark überhöhter Energiegehalt:
Mais: extremer Hochschnitt
Gras: zu frühe Ernte
/ Erntetechnik (Schnitthöhe, Feldzeit, Schmutz etc.), Siliertechnik (Füllzeit, Verdichtung, Abdeckung etc.)
Mais: frühe Ernte, spätreife Sorte, Trockenschäden (geringer Kolbenansatz), extrem späte Ernte;
Gras: späte Ernte, ungünstiger Grünlandbestand

 

 

Den vollständigen Artikel finden sie hier.

 

Sorgfaltspflicht bei der Probenahme

Das Untersuchungsergebnis einer Futterprobe bildet die Grundlage für die Rationsberechnung. Um die Grundfutterqualität zu ermitteln, gibt es heute zahlreiche und sehr genaue analytische Möglichkeiten. Ganz gleich, welche angewandt wird, die erreichbare Qualität der Analyseergebnisse hängt außerordentlich von der Probenahme und der Behandlung der Probe bis zur Analyse ab. Nur repräsentativ gezogene Proben führen zu zuverlässigen Grundfutterdaten und ermöglichen so eine exakte Rationsberechnung. Die AG FUKO unterstützt Sie gerne bei Ihrem Vorhaben.

 

Informationen downloaden

Probenahmeanleitung.pdf (85,1 KiB)